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Zwischenfazit der Vorstandschaft

Eine neue Saison, eine neue Vorstandschaft, neuer Trainer, neuer sportlicher Leiter und sogar ein fast neues Stadion: Im vergangenen Sommer hat sich im Deggendorfer Eishockey vieles bewegt. Dazu hatten wir unsere eigenen Ideen und Vorstellungen davon, was wir überdenken, verändern und ausprobieren wollten, um einen echten Neuanfang zu schaffen.

Nach etwas mehr als einer halben Saison, die jetzt gespielt ist, ist es ein guter Zeitpunkt, ein kleines Zwischenfazit zu ziehen. Nicht, um sich auszuruhen auf dem was bereits erreicht wurde, sondern vielmehr, um zu reflektieren, was geklappt hat und wo die Punkte liegen, die noch verbessert werden dürfen.

 

Unser 1. Vorstand Artur Frank ist dabei an einer einfachen Stelle in die Saison gestartet: „Ich habe meine Schwester gefragt, wie sie das Deggendorfer Eishockey im Moment beschreiben würde und sie hat mir gesagt, dass wir da halt auch in der Oberliga dabei sind." Dieses belanglose „auch dabei sein" trifft den Nagel wahrscheinlich auf den Kopf. Nichts Großartiges, nichts, was sich in den Köpfen der Fans für die nächsten 20 Jahre einprägt, ist seit langer Zeit mehr passiert. Genau hier war ein wichtiger Punkt für uns, um mit Veränderungen anzusetzen.

 

Für die Vorstandschaft war es von Beginn an spannend zu sehen, dass die neuen Ideen, die Visionen und Ziele, bei Sponsoren, bei Fans und Zuschauern vorsichtigen Optimismus und ab und zu sogar Begeisterung ausgelöst haben. Das Vertrauen der Sponsoren in uns hat es erst möglich gemacht, eine Mannschaft zusammenzustellen und einen Trainer zu verpflichten, denn nicht wenige Spieler hatten sich gedanklich bereits aus Deggendorf verabschiedet und konnten doch noch zum Weitermachen überzeugt werden.

 

Wir haben uns auf einen Lern- und Findungsprozess eingelassen. Für uns alle war die Führung eines Vereins in dieser Größenordnung etwas komplett Neues. Besonders froh sind wir, dass wir viele helfende Hände gefunden haben, die uns im Marketing professionell unterstützen oder sich um die Außendarstellung des Vereins angenommen haben.

 

Dass der Weg nicht einfach sein würde, den DSC auf unseren Kurs zu bringen und das in der Kürze der Zeit, die uns vor der Saison zur Verfügung stand, war allen Beteiligten klar. Dass so mancher Stein auf dem Weg liegen würde, mit dem niemand gerechnet hätte, war ebenfalls abzusehen und trotzdem war es nicht leicht, darauf zu reagieren, wenn sichtbar wurde, dass für das Erreichen unserer Ziele auch Entscheidungen nötig wurden, die nicht einfach waren.

 

Dass solche Entscheidungen manchmal notwendig sind und unsere Konsequenzen die richtigen waren, sehen wir im Moment an unserem sportlichen Erfolg. Mit Jiri Otoupalik haben wir einen Trainer gefunden, der Eishockey lebt und mit seiner professionellen Einstellung dem Team das vorlebt, was wir uns wünschen und was die Mannschaft jetzt auch schon auf dem Eis zeigt. Wir bekommen wieder Eishockey zu sehen, das die Zuschauer begeistert und die Stimmung auf den Rängen ist entsprechend gut.

 

Selbstverständlich wollen wir an dieser Stelle nicht stehen bleiben. Es gibt noch vieles zu verbessern und voranzubringen, neben dem Fokus auf das Erreichen der Play-Offs, das uns natürlich auch die nötige frühzeitige Planungssicherheit für nächste Saison geben wird. Die Play-Offs werden auch der sportliche Höhepunkt der Saison, dabei werden wir alles daran setzen, die Favoriten ordentlich zu ärgern und unseren Zuschauern Gänsehaut-Eishockey zu bieten. Daneben gibt es bereits viel zu tun, um die nächste Saison zu planen und zu gestalten. Die frühzeitige Vertragsverlängerung mit Sylvester Radlsbeck ist dabei nur ein Zeichen für das, was noch kommen wird.

 

Für den Rest der Saison erhoffen wir uns auch den Klassenerhalt unserer Nachwuchsteams, denn auch dort müssen sich die Änderungen, die wir auf den Weg gebracht haben, erst noch so auswirken, wie wir uns das vorstellen.

 

Zuletzt möchten wir auch noch Danke sagen. An alle Sponsoren, alle ehrenamtlichen Helfer im Verein und auch an das Fanprojekt um Maximilian Ertl, Sebastian Venus, Patrick Diermeier und Manuel Christ, mit deren Hilfe Verein und Fans wieder merklich näher zusammengerückt sind. Danke auch für die zahlreichen emotionalen Momente wie dem Spiel der Legenden, die Ehrung der Deutschen Meisterspieler aus Deggendorf oder dem Teddy-Bear-Toss, der für uns eine echte Herzensangelegenheit war und dank dem Mitwirken von vielen, vielen Zuschauern ein echter Mega-Erfolg in Zusammenarbeit mit dem Projekt Kinderherzen geworden ist. Genau das sind die Momente, in denen wir wissen, warum wir die Aufgabe „Deggendorfer SC" übernommen haben und mit unserer vollen Energie weiter machen werden.