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DSC bringt den EHC Freiburg an den Rand einer Niederlage

In einem guten Oberligaspiel schrammte der Deggendorfer SC am Freitagabend knapp an einer Sensation vorbei, denn gegen die hoch gehandelten Freiburger Wölfe hielt man mit einer äußerst couragierten Leistung dagegen und verdiente sich den einen Punkt redlich. Bis die 1:2-Niederlage (1:0, 0:0, 0:1, 0:1) nach Verlängerung feststand, hatte der DSC seinen Gast weitgehend unter Kontrolle und war nicht nur kämpferisch voll auf der Höhe des Geschehens, sondern zeigte sich auch spielerisch formverbessert.


Die Partie begann mit einem Paukenschlag, denn schon in der 2. Minute klingelte es im Freiburger Kasten. Unter Druck fabrizierte Freiburg einen Fehlpass im eigenen Drittel, Christian Retzer zog ab und Fabian Calovi vor dem Tor hielt die Kelle in den Schuss. Fabian Hönkhaus war chancenlos. Freiburg war sichtlich überrascht und konnte sich oft nur mit Fouls helfen. Ein Beck-Alleingang hätte fast den nächsten Treffer bedeutet. Der DSC war weiter giftig und ließ den Favoriten nicht ins Spiel kommen, aber trotz einiger guter Schusschancen ging es mit dem knappen Vorsprung erstmals in die Kabine.


Im Mittelabschnitt machte Deggendorf dort weiter, wo man im ersten Drittel aufgehört hat. Nach einem tollen Angriff in der 22. Minute lag die Scheibe frei vor dem Gäste-Tor, aber im letzten Augenblick konnte ein Abwehrspieler klären. Nun musste auch der DSC zweimal in Unterzahl agieren, doch die aufmerksame Abwehr ließ nicht viel zu und der Rest wurde eine sichere Beute des wiederum tadellos haltenden Sandro Agricola. Die Gäste drehten in der Schlussphase dieses Drittels noch einmal auf, doch erst rettete der Pfosten für den DSC und kurze Zeit später riskierte Agricola Kopf und Kragen vor einem heranstürmenden Wölfe-Stürmer.


Die letzten 20 Minuten begannen mit einer Freiburger Chance, aber auch der fleißige Sylvester Radlspeck hätte nach tollem Körpereinsatz die Führung ausbauen können. In der 46. Minute die kalte Dusche für den DSC: In eigener Überzahl wurde ein Benda-Schuss geblockt, Tobias Bräuner war auf und davon und überwand Sandro Agricola. Der DSC antwortete prompt, aber obwohl es mehrmals vor dem Tor von Fabian Hönkhaus "brannte, der Puck wollte nicht über die Linie. Fast sogar noch das 1:2 in der regulären Spielzeit, aber mit einem unglaublichen Save, als der schon am Boden liegende Sandro Agricola die Fanghand auspackte, fischte er den Puck aus dem Winkel. Nicht nur der fast schon jubelnde Freiburger Stürmer staunte, auch die Zuschauer auf den Rängen waren nach dieser Aktion völlig aus dem Häuschen.


In der Verlängerung hatte dann Freiburg das glücklichere Ende für sich, ein Sonntagsschuss von Tobias Kunz fand den Weg ins Tor. Dies soll aber die Leistung des DSC nicht schmälern, selbst Gäste-Coach Leo Sulak sprach hinterher von einem glücklichen Sieg seiner Mannschaft.


Tore: 1:0 (1:50) Fabian Calovi (Christian Retzer), 1:1 (45:42) Tobias Bräuner (Unterzahl; Marc Wittfoth), 1:2 (62:10) Tobias Kunz (Alexander Brückmann)
Strafen: Deggendorf 8 Minuten, Freiburg 12 Minuten
Zuschauer: 516
Schiedsrichter: Patrick Oberdörfer (HSR), Jakub Klima und Patrick Altmann (LSR)