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Sieg über Füssen bedeutet zugleich erfolgreichen Otoupalik-Einstand

In einer zwar nicht auf spielerisch hohem Niveau stehenden Partie, überzeugte der Deggendorfer SC gestern Abend mit einer kämpferischen Leistung und startete mit einem Erfolgserlebnis aus der Länderspielpause. Zwar wehrte sich auch Füssen vehement, aber letztlich brachten die Tore von Daniel Möhle, Christian Retzer und Fabian Calovi einen wichtigen Dreier. Den Löwenanteil am Sieg über Füssen hatte jedoch Torhüter Sandro Agricola, der mit mehreren Paraden die Stürmer der Allgäuer zur Verzweiflung brachte.

 

Über 500 Zuschauer zogen Eishockey dem König Fußball vor und sahen ein nervöses erstes Drittel beider Teams. Die ersten Ausrufezeichen setzte der DSC, dann gewann aber der Altmeister aus Füssen immer mehr die Oberhand. Man merkte dem Spiel der Gäste an, dass einige zuletzt verletzte Spieler wieder zur Verfügung standen. In der 10. Minute musste Sandro Agricola sein ganzes Können aufbieten, mit einem "Monster-Save" entschärfte er die mögliche Führung der Allgäuer. Für kurze Zeit stand man in doppelter Überzahl auf dem Eis, etwas Verwertbares sprang dabei aber nicht heraus. Obwohl Jiri Otoupalik bekannte, dass man in der Länderspielpause den Augenmerk eben auf diese Situationen legte. "Aber es kann nicht gleich alles klappen, wir arbeiten daran", resümierte der Neu-Trainer. Dafür gab es in der 20. Minute eine Premiere der besonderen Art. Selbst in Unterzahl, konterte man nach einem Puckgewinn gschickt und das optimale Zuspiel von Patrick Beck nutzte Daniel Möhle zu einem viel umjubelten Unterzahltreffer. Dies war für den DSC der erste Shorthander in der laufenden Saison.

 

Im Mitteldrittel war Füssen am Drücker. In der 26. Minute war Agricola schon geschlagen, doch die frei liegende Scheibe wurde in buchstäblich allerletzter Sekunde von seinen Vorderleuten geklärt. Und praktisch im Gegenzug erhöhte man auf 2:0, als ein fein herausgespielter Angriff über Dennis Gulda und Dimitri Litesov, der in den Rücken der Abwehr passte, durch Christian Retzer unhaltbar in den Winkel abgeschlossen wurde. Es schien, als wäre der DSC nun vom Ballast der letzten Wochen befreit, denn innerhalb Sekunden hatte man zwei Großchancen. Gut und gern hätte Füssen danach einen Penalty erhalten können, oder wie es der Gästetrainer ausdrückte "erhalten müssen", aber HSR Mario Linnek sah kein würdiges Vergehen. So erzielten die Leopards durch einen Angriff aus dem Spielgeschehen heraus den Anschlusstreffer (34.). Deggendorf gelang aber noch vor der zweiten Drittelsirene ein weiterer Treffer. In einer druckvollen Phase brachte Fabian Calovi nach einem abgeprallten Fatyka-Schlagschuss den Puck irgendwie über die Linie.


Der letzte Abschnitt wurde wieder mit DSC-Chancen eröffnet, aber Beck und Möhle scheiterten knapp und in der 45. Minute stand nur der Pfosten im Weg. So wurde es noch einmal eng, als der beste Füssener an diesem Abend - Joshua Burnell - in der 47. Minute den Anschlusstreffer markierte. Nur wenig später stockte dem DSC-Anhang der Atem. In Überzahl hechtete Benjamin Frank an der blauen Linie nach dem Puck, um diesen im Angriffsdrittel zu halten, verfehlte ihn knapp und so fuhren zwei Füssener Spieler mutterseelenallein auf Sandri Agricola zu. Mit einer Glanztat bewahrte der an diesem Abend als bester Spieler ausgezeichnete DSC-Goalie sein Team vor dem Ausgleich. Wie auch 15 Sekunden vor Schluss. Füssen inzwischen mit 6 Feldspielern auf dem Eis, hätte fast noch das Spiel gedreht, aber einmal mehr hatte Agricola etwas dagegen.

 

So war Jiri Otoupalik nach dem Spiel die Erleichterung anzusehen. "Das war harte Arbeit, alle Spieler haben mit Herz gespielt und wollten diesen Sieg. Nun werden wir das Spiel analysieren und uns auf Sonthofen vorbereiten", verriet er den Fahrplan vor dem schweren Auswärtsmatch im Allgäu. Sein Gegenüber konnte nur Durchhalteparolen ausgeben. "Wenn alle verletzten Spieler zurück sind, werden wir unsere Spiele noch gewinnen", so der Gäste-Coach," und wenn wir in die Abstiegsrunde müssen, dann werden wir diese spielen." Der DSC machte indes Punkte gut und könnte mit einer Wiederholung des Hinspielsieges den kommenden Gastgeber aus Sonthofen in der Tabelle überholen.