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Starkes Schlussdrittel sichert dem DSC drei Punkte gegen Waldkraiburg

Was für ein Wechselbad der Gefühle für den Deggendorfer SC am Freitag Abend vor 754 Zuschauern. Zwar besiegten die Deggendorfer am Ende den Aufsteiger hochverdient mit 7:3, tat sich aber speziell in der ersten Hälfte des Spiels sehr schwer und lag bereits zwei Mal mit zwei Toren zurück.
Nach dem 8:1 Debakel auswärts in Bad Tölz zeigten sich die Deggendorfer zu Beginn des Spiels äußert nervös. Viele Fehlpässe und Unkonzentriertheiten führten dazu, dass man im ersten Abschnitt kaum Druck auf das Tor der defensiv eingestellten Gäste aufbauen konnte. Die Löwen, die den Großteil des Spiels auf Konter lauerten, zeigten sich im ersten Abschnitt als höchst effektiv. In der zwölften Spielminute verwerteten die Waldkraiburger in Person von Nico Vogl einen Abpraller zur 0:1 Führung für die Gäste. Danach versuchten die DSCler etwas mehr Druck auf das von Thomas Hingel gehütete Gästetor aufzubauen, allerdings ohne nennenswerten Erfolg. Kurz vor Ende des ersten Drittels war es dann tatsächlich noch einmal so weit. Die Löwen setzten die Deggendorfer in ihrem eigenen Drittel gut unter Druck und dann war es plötzlich Stanislav Hudec, der mit einem Schuss aus spitzem Winkel DSC-Keeper Sandro Agricola überlistete. Manch einer musste sich vielleicht verwundert die Augen reiben, doch der Aufsteiger führte nach dem ersten Spielabschnitt tatsächlich mit 0:2 in der Deggendorfer Eissporthalle. Im zweiten Drittel drückten die Deggendorfer dann aufs Gaspedal – dies wurde auch belohnt. In der 24. Spielminute zog Kyle Gibbons einfach ab und der Puck schlug direkt neben dem Pfosten zum 1:2 ein. Daraufhin bauten die DSC-Cracks ordentlich Druck auf das Waldkraiburger Tor aus, allerdings wollte der Ausgleich noch nicht fallen. Kyle Gibbons hatte die beste Deggendorfer Chance in dieser Phase. Zum Leidwesen der Zuschauer traf der US-Boy allerdings nur den Pfosten. Doch als der Deggendorfer Druck dann langsam seinen Höhepunkt fand, schlugen die Gäste eiskalt zurück. In eigener Unterzahl fuhren die Gäste erneut einen ihrer gefährlichen Konter, den Daniel Hämmerle eiskalt zum 1:3 verwertete. Nun sah es so aus, als würden dem DSC die Felle wieder davonschwimmen, doch die Deggendorfer zeigten an diesem Abend Moral und arbeiteten hart weiter. Dies wurde auch zum Ende des zweiten Drittels belohnt. Dieses Mal waren es die Deggendorfer, die einen Konter fuhren, den Alexander Janzen nach Pass von Robin Deuschl zum 2:3 verkürzte – der Auftakt in ein furioses Schlussdrittel war gefallen. In eben jenem Schlussdrittel kamen die Hausherren wie verwandelt aus der Kabine und zeigten ein wahres Offensivfeuerwerk. Binnen der ersten fünf Spielminuten gingen die DSC-Cracks durch Treffer von Curtis Leinweber und Sylvester Radlsbeck in Führung. Aber damit nicht genug. In der 49. Spielminute konnte sich Kyle Gibbons bis vor das Löwen-Tor durchtanken und der Stürmer verwertete seinen eigenen Rebound zum 5:3. Als wiederum nur drei Minuten später Sergej Janzen ein klasse Zuspiel von Curtis Leinweber zum 6:3 verwertete, war klar, dass dem DSC den Sieg an diesem Abend niemand mehr nehmen würde. Den Schlusspunkt setzte 58. Spielminute Travis Martell, der im Powerplay mit einem satten Schlagschuss auf 7:3 und damit zum Endstand erhöhte.
Nach dem Spiel zeigte sich DSC-Coach John Sicinski äußerst kritisch über die ersten beiden Drittel seiner Mannschaft. Man habe zu wenig investiert und es dem Gegner leicht gemacht, ins Spiel zu kommen. Im letzten Abschnitt habe man dann endlich wieder das Eishockey gespielt, dass er von Beginn an sehen wollte. Ein Sonderlob gab es vom Trainer an seine dritte Angriffsformation rund um Sylvester Radlsbeck, Robin Deuschl und Patrik Beck. Diese habe über 60 Minuten mit viel Einsatz ein gutes Spiel gemacht und wurde auch mit zwei Toren belohnt.
Löwen-Coach Alexei Piskunov, der an diesem Wochenende interimsmäßig den verhinderten Coach der Waldkraiburger Rainer Zerwesz vertrat, zeigte sich nach dem Spiel enttäuscht über das Endergebnis. Seiner Meinung nach wäre für sein Team mehr drin gewesen, das nach 40 Minuten zwar führte, aber dann einfach das Eishockeyspielen aufgehört habe.
Weiter geht es am kommenden Sonntag für die Deggendorfer, dann trifft man auswärts auf den EC Peiting. Spielbeginn ist um 18 Uhr.

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