Lange arbeiteten die Verantwortlichen und das gesamte Umfeld dafür, um im Sommer den Aufstieg des Deggendorfer SC in die DEL2 zu realisieren. Nachdem dieser Schritt geschafft war, liefen die Vorbereitungen auf die erste Spielzeit in der DEL2 auf Hochtouren. Mittlerweile hat das Team von Trainer John Sicinski auch die Strapazen der Vorbereitung hinter sich gelassen und nun wartet der erste Auftritt auf neuem Terrain auf die DSC-Cracks.

Der erste Gegner ist gleich ein richtiger Hammer, denn mit den Bietigheim Steelers trifft man auf keinen Geringeren als den Vorjahresmeister. Die Steelers können auf eine unglaubliche Erfolgsserie in den letzten Jahren zurückblicken. In den letzten sechs Spielzeiten standen die Baden-Württemberger jedes Mal im Finale und konnten dabei drei Mal die Meisterschaft für sich verbuchen. Großen Anteil daran hatte dabei Head Coach Kevin Gaudet, der die Bietigheimer 2011 übernahm und sie zum Erfolg führte. Als der 54-jährigen Kanadier dann diesen Sommer seinen Abschied bekannt gab, war dies nach der gewonnen Meisterschaft mehr als nur ein Wehrmutstropfen. Nachfolger des Erfolgscoachs ist Hugo Boisvert, der zuletzt drei Jahre als Co-Trainer bei den Kassel Huskies aktiv war und nun bei den Steelers erstmalig das Amt des Cheftrainers übernimmt.

Zurückgreifen kann der 42-Jährige dabei auf einen breiten und erfahrenen Kader, der von langjährigen DEL2-Topspielern wie Marcus Sommerfeld, Matt McKnight und Shawn Weller angeführt wird. Zwar mussten die Steelers auch einige Spieler abgeben, wie zum Beispiel Dominic Auger, der in die Bayernliga wechselte oder mit Justin Kelly, der bekanntermaßen jetzt für den DSC aufläuft. Dennoch konnten die Bietigheimer im Sommer auch einen spektakulären Neuzugang vermelden. Mit Nikolai Goc wechselte ein langjähriger Nationalspieler mit über 600 Einsätzen in der DEL nach Bietigheim und soll die Abwehr des Meisters weiter stabilisieren.

Für DSC-Neuzugang Justin Kelly wird es somit ein Aufeinandertreffen mit den ehemaligen und langjährigen Teamkollegen, was definitiv Brisanz in die Partie bringt.
Für viele andere DSC-Cracks ist das Spiel gegen die Steelers ein Schritt auf komplett fremdes Terrain, da sie vorher noch keine Partie in Deutschlands zweithöchster Spielklasse bestritten haben. Andrew Schembri und Co. wollen sich allerdings auch in der DEL2 nicht verstecken und werden alles daran setzen, den letztjährigen Meister ein Bein zu stellen. Ob Trainer John Sicinski dabei allerdings auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Das Spiel zwischen den Bietigheim Steelers und dem Deggendorfer SC wird auf SpradeTV übertragen. Spielbeginn in der EgeTrans Arena ist am Freitag um 20 Uhr.

Foto: (C) Roland Rappel