Zwei Tage nach dem fulminanten Comeback-Sieg über den EHC Freiburg darf sich der Deggendorfer SC über die nächsten Punkte freuen. Bei den Löwen Frankfurt siegte der DSC

nach toller Defensivleistung und unermüdlichem Kampf mit 1:4.

Der Tabellenzweite aus Frankfurt startete dabei zunächst druckvoll in die Partie und konnte sich gleich zu Beginn einige gute Möglichkeiten erspielen, die jedoch alle von Jason Bacashihua vereitelt werden konnten. Über das ganze Drittel hinweg zeigten sie, warum sie aktuell hinter den Ravensburg Towerstars auf dem zweiten Tabellenplatz liegen. Doch mit viel Geschick und Einsatz hielten die Deggendorfer das Ergebnis bei 0:0 nach 20 gespielten Minuten.

Im zweiten Abschnitt kamen die DSC-Cracks dann besser aus der Kabine und konnten gleich von Beginn an Druck auf das Tor der Frankfurter aufbauen. Es dauerte dann auch nicht lange, bis es das erste Mal hinter Felix Bick klingelte. Bei einem schnell vorgetragenen Gegenangriff setzte Dimitrij Litesov perfekt Andrew Schembri in Szene, der den Puck durch die Beine von Bick bugsierte und das 0:1 erzielte. Damit war der bisherige Spielverlauf auf den Kopf gestellt und das Team von Trainer John Sicinski trat nun auch deutlich selbstbewusster auf. Zwar erspielten sich die Frankfurter in der Folgezeit wieder mehr Spielanteile, doch die richtig dicken Chancen auf Seiten der Hausherren blieben zum Großteil aus. Auch auf der Gegenseite konnten die Deggendorfer Felix Bick nicht mehr überwinden, sodass es mit einem 0:1 in die zweite Pause ging.

Im Schlussdrittel dauerte es dann gerade einmal vier Minuten, ehe den Löwen schließlich doch der Ausgleich gelang. Adam Mitchell stocherte im Powerplay den Puck über die Linie. Es entwickelte sich nun ein Spiel auf Messers Schneide, in dem jede Aktion entscheidend sein konnte. In der 55. Minute schließlich war eine dieser Situationen. Andrew Schembri setzte sich im Laufduell gegen einen Frankfurter Verteidiger durch, schnappte sich die Scheibe und überwand Bick mit einem tollen Move zum 1:2. Als den Deggendorfern dann knapp eine Minute später ein Powerplay zugesprochen wurde, bot sich die Riesenchance, das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Als in dieser Überzahlsituation Christoph Kiefersauer alleine vor dem Tor unfair zu Fall gebracht wurde, sprachen die Schiedsrichter dem DSC einen Penalty zu. Und wer sonst außer Maximilian Gläßl, der entscheidende Mann vom Sonntag, trat zu diesem wichtigen Strafschuss an. Gläßl lief, ähnlich wie seinem Penalty gegen die Wölfe Freiburg, aus halbrechter Position an und ließ Bick im Löwen-Tor keine Chance. Am Ende nahmen die Hausherren noch den Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Diese Maßnahme fruchtete nicht mehr, im Gegenteil: Der DSC legte durch Curtis Leinweber noch einen weiteren Treffer drauf.

Damit siegt der DSC überraschend beim Tabellenzweiten und kann den fünften Sieg in Folge feiern. Bereits am kommenden Freitag geht es weiter. Dann reist das Team von Trainer John Sicinski auswärts zu den Dresdner Eislöwen. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.