Der Deggendorfer SC kann doch noch gewinnen! Das zeigte das Team von Trainer Kim Collins eindrucksvoll am Freitagabend vor 1928 Zuschauern, als sie in Spiel 2 der Playdown-Serie gegen den EHC Freiburg mit 6:3 gewannen.

Von Beginn an merkte man den Hausherren an, dass sie gewillt waren, den katastrophalen Auftritt vom Mittwoch wieder wett zu machen. Doch gleich nach knapp fünf Minuten musste die Collins-Truppe einen Rückschlag hinnehmen. In eigener Unterzahl erlief sich Jannik Herm den Puck, lief allein auf Jason Bacashihua zu und überwand den Deggendorfer Keeper zum 0:1. Die Deggendorfer zeigten sich keinesfalls verunsichert durch den frühen Gegentreffer und konnten kurz vor der Pause zurückschlagen. Im Powerplay überwand Maximilian Gläßl Freiburgs Keeper Hertel mit einem harten Schuss von der blauen Linie. Mit diesem Unentschieden ging es in die erste Pause.

Im zweiten Drittel nahm dann die Deggendorfer Offensive gegen etwas platt wirkende Freiburger zunehmend Fahrt auf und konnte schließlich in der 27. Minute für die Führung sorgen. Curtis Leinweber musste nach perfektem Zuspiel von Andrew Schembri am langen Eck nur noch einschieben, sodass der DSC an diesem Abend erstmals in Führung ging. Doch damit nicht genug. Die Gäste zogen nun zahlreiche Strafen, die der DSC reihenweise in Tore ummünzen konnte. Christoph Gawlik (30.), Kyle Gibbons (35.) und Josh Brittain (36.) sorgten für drei Treffer in nummerischer Überlegenheit, was eigentlich die große Schwäche der Deggendorfer in dieser Spielzeit war. Mit dem deutlichen Spielstand von 5:1 endete auch das zweite Drittel.

Im Schlussabschnitt erhöhte dann Aaron Reinig, erneut im Powerplay, in der 49. Spielminute sogar auf 6:1. Danach verflachte die Partie zusehends, was den Gästen zu Gute kam, die nun wieder mehr in die Partie investierten. Die Breisgauer wurden dafür auch belohnt und konnten durch Christian Neuert (52.) und Sergej Stas (58.) noch für Ergebniskosmetik sorgen.

Durch diesen Sieg auf heimischem Eis gleicht der Deggendorfer SC die Best-Of-Seven-Serie aus und fährt am Sonntag mit breiter Brust wieder nach Freiburg, wo Spiel 3 der Serie steigt. Spielbeginn in Freiburg ist um 18:30 Uhr.