Ohne Neuwahlen ging die jährliche Mitgliederversammlung des DSC recht schnell und unspektakulär über die Bühne. Finanziell steht der Verein auf gesunden Beinen und verbucht einen kleinen Gewinn.
Dass die Hauptversammlung recht nüchtern verlaufen würde, hatten sich offensichtlich zahlreiche Mitglieder vorab gedacht und so waren nur 85 von 776 Mitglieder der Einladung des Schlittschuhclubs gefolgt und hatten sich am Mittwochabend im Deggendorfer Landgasthof Haus Kräh eingefunden. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Artur Frank und Genehmigung der Tagesordnung ohne eine Gegenstimme, berichteten die Abteilungsleiter über die abgelaufene Saison.
Für die Sparte Eiskunstlauf gab Christa Machl den Bericht ab. Die Abteilung hat ca. 100 Mitglieder und die Sparte bemüht sich um das Ziel, vor allem Kinder und Jugendliche für für den Eiskunstlauf zu begeistern. Im Fokus steht dabei der Breitensport. Die Abteilung ist finanziell unabhängig und benötigt keine Hilfe von Seiten des Hauptvereins. Der Wunsch der Abteilung wären mehr Eiszeiten.
Thomas Daubner konnte diesmal nicht nur von der Saison der Nachwuchsmannschaften, sondern auch von der 1B-Mannschaft berichten, die in der Bezirksliga an den Start ging. Ehemalige Spieler bekamen hier die Möglichkeit, in Deggendorf Eishockey zu spielen. Es war allerdings eine schwierige Situation, mit einem kleinen Kader in der Bezirksliga zu bestehen. In der Folge wird das Team wieder abgemeldet, weil keine spielfähige Mannschaft mehr vorhanden ist.
8 Mannschaften standen im Nachwuchsspielbetrieb. Erstmals auch eine U7-Mannschaft im Turnierspielbetrieb. Aushängeschild ist die U20, die sich in der DNL gut behauptet hat: Am Ende gelang der Tabellenplatz 4 mit einem sehr kleinen Kader.
Mehrere Spieler erhielten Einladungen in Auswahlmannschaften: u.a. wurde Stefanie Neuert in die Frauen-Nationalmannschaft berufen.
Der Verein kann wieder Erfolge im 5-Sterne-Programm des DEB vermelden: 3 von 5 Sterne wurden bei einer Erhöhung der Punktezahl erreicht. Darauf ist man als kleiner Verein mit nur einer Eisfläche stolz. Mehr ist aus eigener Kraft nicht möglich, da zum Erreichen von mehr Punkten zunächst das Stadion ausgebaut werden müsste. In der abgelaufenen Saison haben die Eiszeiten noch nicht einmal ausgereicht, um alle gemeldeten Nachwuchsmannschaften im Spielbetrieb zu halten, da nicht genügend Eiszeiten für die Spiele vorhanden waren.
Höhepunkte der Saison waren das Turnier der U18-Nationalmannschaft und das A-Länderspiel am Ende der Saison.
Kurz, aber kritisch blickte Artur Frank auf die Saison der DEL2-Mannschaft zurück, obwohl diese in eine GmbH ausgegliedert ist und eigentlich kein Inhalt der Jahreshauptversammlung des EVs ist. Dankbar ist man für ca. 2000 Fans im Schnitt, die bewiesen haben, dass hier kein Event-Publikum am Start ist. Die DEL2-Saison hat Verein und Umfeld begeistert und 54 Punkte in der Saison als Aufsteiger sind sehr respektabel. Dass man 4x in den Play-Downs in die Overtime musste, zeigt, wie knapp der Abstieg am Ende war. Der Abstieg war in der Nachbetrachtung nicht nötig und man hat auch Fehler gemacht. Dabei schließt sich auch Frank persönlich nicht aus. Aus diesen Fehlern wurde aber gelernt und die Lehren daraus für die Zukunft gezogen.
Im Kassenbericht durch Steuerberater Christian Prem umfasste nach Ausgliederung der 1. Mannschaft nur noch den Nachwuchs, 1B und Eiskunstlauf. Einnahmen in Höhe von 237.846,33 € (Mitgliedsbeiträge, Spenden, Zuschüsse, Nachwuchspool, etc.) standen dabei Ausgaben in Höhe von 237.669,46 € (Größte Posten waren dabei Personal 150.243,70 € und Buskosten 38.587,95 €) gegenüber, was einen Gewinn von 176,87 € ergibt. Die Zahlen der GmbH werden entsprechend der gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht, sobald diese vorliegen.
Die Kasse wurde am 7.7.2019 durch die Kassenprüferinnen (Fr. Leiss und Fr. Donnerbauer) geprüft. Da die Prüfer nichts zu beanstanden hatten, wurde die Empfehlung zur Entlastung der Vorstandschaft gegeben. Die Entlastung wird nach Abstimmung durch 84 Mitglieder erteilt. 1 Mitglied enthält sich.
Im Ausblick auf die neue Saison blickte Artur Frank auf eine arbeitsreiche Sommerzeit zurück, in der die Mannschaft gezielt verstärkt wurde und mit Dave Allison ein Trainer verpflichtet wurde, der frischen Wind ins Deggendorfer Eishockey bringen soll. Mit Kyle Osterberg wurde dazu ein Kontingentspieler verpflichtet, der sehr guten Referenzen vorweisen kann. Dazu sollen die jungen Spieler Spielpraxis bekommen und nicht nur zum Auffüllen des Kaders dienen. Frank bestätigte erneut, dass er die Mannschaft in der Favoritenrolle sieht und dass der gesamte Verein diese Rolle annehmen wird.
Nachdem im Vorfeld der Versammlung keine Wünsche und Anträge eingegangen waren, konnte Frank den offiziellen Teil der Versammlung schon nach ca. 1 Stunde wieder beenden.