Es war nach dem 1. Vorbereitungsspiel für die neue Saison gegen die Eispiraten aus Crimmitschau, als der DSC melden musste, dass Thomas Greilinger auf unbestimmte Zeit ausfallen würde. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre des Spielers wurde von Vereinsseite darauf verzichtet, genauere Details zu Art und Umfang der Verletzung zu veröffentlichen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil eine genaue Ausfalldauer nicht abschätzbar war. Im schlimmsten Fall hätte die Saison für Thomas Greilinger bereits beendet sein können, bevor sie überhaupt begonnen hatte. Inzwischen geht auch Greilinger selbst ganz offen mit seiner Erkrankung um: „Ich habe eine Thrombose im Bein. Nach den letzten Untersuchungen sieht es aber deutlich besser aus.“

Auch für Thomas Greilinger natürlich keine einfache Zeit. Mit einem Blick zurück kann er allerdings auch bereits wieder positive Aspekte erkennen: „Nachdem ich nach einer Verletzung schon mal eine Thrombose hatte, habe ich recht schnell den Verdacht gehabt und zusammen mit dem Arzt und dem Venenzentrum in Deggendorf wurde das auch sehr schnell erkannt. Da hatte ich wirklich Glück.“

Neben der Ungewissheit, wie lange er zur Genesung brauchen würde: „Es kann dir halt keiner sagen, ob das jetzt 1 Monat dauert oder 6 Monate“, war für den Greile auch zum ersten Mal in seiner Karriere Sport komplett tabu: „Wenn du eine normale Verletzung hast, kannst du normal immer etwas machen, damit du in der Zeit fit bleibst. Jetzt durfte ich überhaupt keinen Sport machen. Auch kein Fitness.“ Entsprechend ist nach seiner Rückkehr in den Trainingsbetrieb auch etwas mehr Zeit nötig, um wieder den Leistungsstand zu erreichen, der in der Eishockey-Oberliga notwendig ist.

Einen echten Lichtblick gab es dann beim Arzttermin in dieser Woche: „Es schaut jetzt sehr viel besser aus. Die Thromben haben jetzt endlich auf die Behandlung reagiert und ich habe vom Arzt die Info, dass ich zu 90% nach dem nächsten Termin in 2 Wochen wieder ins Training einsteigen kann. Das waren die besten Nachrichten für mich in den letzten 2 Monaten.“ In den Spielbetrieb zurückzukehren wird freilich noch etwas länger dauern und da will sich auch Greilinger selbst nicht unter Druck setzen: „Ich muss schauen, wie mein Körper auf die lange Pause reagiert und wie schnell ich wieder auf ein gutes Level komme. Wenn alles so läuft, wie ich es mir vorstelle, sollte ich bis Mitte Januar wieder spielen können.“ Für die Fans bedeutet das, dass sie noch ein wenig Geduld aufbringen müssen, bis ihr Deggendorfer Eishockeyidol wieder ins DSC-Trikot schlüpfen wird. Es ist allerdings ein helles Licht am Ende des Tunnels zu sehen.