Final-Fieber in Deggendorf: DSC empfängt die Memmingen Indians zum Auftakt der Oberliga-Endspielserie
Es kam, wie es kommen musste: Im Finale der Oberliga-Playoffs 2026 trifft der Süd-Meister auf den Zweitplatzierten der Südstaffel, die Memmingen Indians. Damit kommt es zur mit Spannung erwarteten Endspielserie zweier absoluter Top-Teams des Südens, in der für beide Mannschaften nicht weniger als der Aufstieg in die DEL2 auf dem Spiel steht. Spiel 1 steigt am Sonntag, den 19.04., in der Hitzkopf-Arena, wobei der Spielbeginn auf 18 Uhr vorgezogen wurde.
Aus Sicht des DSC wartet ein Gegner, der sich seinen Platz im Finale hart erarbeitet hat. Blickt man auf die bisherige Playoff-Bilanz, haben die Indians lediglich ein Spiel mehr verloren als die Fratkin-Truppe. Bereits im Achtelfinale mussten sich die Allgäuer den KSW Icefighters Leipzig geschlagen geben, zeigten anschließend jedoch eindrucksvoll ihre Qualität. Im Viertelfinale schickte man per Sweep die Hannover Indians – ein Gegner, gegen den Memmingen gefühlt jedes Jahr in den Playoffs antreten muss – souverän in die Sommerpause. Noch dramatischer verlief die Halbfinalserie gegen die Hannover Scorpions, die mehrfach auf Messers Schneide stand. Am Ende marschierten die Mannen von Trainer Daniel Huhn jedoch mit einem 4:2-Seriensieg ins Finale.
Immensen Anteil am Weiterkommen bis in den ultimativen Showdown hatten dabei vor allem Edgars Homjakovs und Markus Lillich. Beide Akteure führen die teaminterne Scoringwertung an – Homjakovs mit 23 Punkten, Lillich dicht dahinter mit 22. Top-Torschütze der Indians in den laufenden Playoffs ist jedoch Felix Brassard, der bereits zwölfmal erfolgreich war.
Die Plätze an der Sonne, was das Scoring angeht, gehören jedoch wenig überraschend den Deggendorfer Jackson Twins. Goldhelm-Träger in der Fratkin-Truppe ist Ty mit herausragenden 26 Punkten, dicht gefolgt von Dylan, der das letzte Spiel gegen Tilburg aussetzen musste, mit 25 Zählern. Gerade offensiv verfügt der DSC damit über enorme Durchschlagskraft, die nun auch im Finale den Unterschied ausmachen soll. Dass Petr Stloukal nach siebenwöchiger Verletzungspause gegen Tilburg direkt einnetzen konnte und Marco Baßler den in den Playoffs gewohnt heißen Schläger besitzt, dürfte die Fans der Deggendorfer zusätzlich freuen.
Ein Blick auf die Duelle aus der Hauptrunde zeigt allerdings, dass das Pendel ergebnistechnisch eher auf Seiten der Gäste ausschlägt. Drei Spiele konnten die Indians für sich entscheiden, lediglich das letzte Aufeinandertreffen beider Teams ging dramatisch an den DSC. Dieser Hauptrundenerfolg hatte für die Rot-Blauen jedoch die Süd-Meisterschaft und das Heimrecht bis in das vor der Tür stehende Playoff-Finale zur folge. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass beide Vergleiche am Memminger Hühnerberg erst im Penaltyschießen entschieden wurden – ein Modus, den es in den Playoffs nach Gleichstand nach 60 Minuten bekanntlich nicht mehr gibt.
Einen deutlichen statistischen Ausschlag gibt es allerdings auf der Torhüterposition: Während Justus Roth aktuell bei einer Fangquote von 90,6 % steht und bislang keinen Shutout verbuchen konnte, übertrumpft ihn Timo Pielmeier mit starken 93,8 % deutlich. Der 36-Jährige konnte in den laufenden Playoffs zudem bereits zweimal die Null halten und zählt damit zu den absoluten Erfolgsgaranten der Niederbayern.
So oder so wird diese Serie sicherlich hochklassiges Eishockey bieten und beiden Mannschaften alles abverlangen. Für den DSC gilt es nun, den Heimvorteil in Spiel 1 zu nutzen und den ersten Schritt in Richtung Meisterschaft zu gehen.
Die Resonanz rund um den Finalauftakt ist bereits riesig: Spiel 1 ist seit Donnerstag restlos ausverkauft. Über den Clubsale können kurzfristig jedoch eventuell noch Tickets ergattert werden. Selbstverständlich wird auch am Sonntag wieder zwei Stunden vor Anpfiff auf dem Vorplatz der Hitzkopf-Arena eine mobile Bar sowie der Pizza-Stand aufgebaut, um den Fans die Wartezeit bis zum Eröffnungsbully zu verkürzen.
Spiel 1 des Finales wird präsentiert von der Allianz Generalvertretung Stefan Berger.
SpradeTV überträgt die Finalserie wie gewohnt in FullHD live.