Zwei harte Brocken für die Rückkehr in die Erfolgsspur – DSC in Tölz und gegen Selb

Nach einem eher durchwachsenen Wochenende bietet sich dem DSC in den kommenden Tagen gleich zweimal die Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur einzubiegen. Schwieriger könnten die Aufgaben allerdings kaum sein: am Freitagabend wartet mit dem Tabellenführer Tölzer Löwen ein echtes Spitzenteam, ehe am Sonntag mit den Selber Wölfen ein weiterer unbequemer Gegner in der Hitzkopf-Arena gastiert.

Den Auftakt macht am Freitag um 19:30 Uhr die Partie in der Hacker-Pschorr-Arena. Die Mannschaft von Axel Kammerer präsentiert sich in der noch jungen Saison bislang äußerst stabil und hält sich mit Ausnahme der Auswärtsniederlage beim ESV Kaufbeuren weitgehend schadlos. Zuletzt dürfte vor allem der Erfolg im Oberland-Derby gegen den SC Riessersee für zusätzlichen Rückenwind gesorgt haben. An der Spitze der teaminternen Scorerliste steht der Finne Michael Keränen, dicht gefolgt von seinem Landsmann Topi Piipponen. Doch auch die deutschen Neuzugänge Julian Lautenschlager und Yannick Wenzel haben sich in der Frühphase der Saison bereits als fleißige Punktesammler erwiesen. Besonders gefordert sein wird die DSC-Defensive gegen das Überzahlspiel der Gastgeber. Mit einer Erfolgsquote von 38,1 Prozent stellen die Oberbayern aktuell das beste Powerplay der Liga. Aber auch in Unterzahl wissen die Löwen zu überzeugen: 79 Prozent stehen hier zu Buche, was Rang drei im Ligavergleich bedeutet. Nach dem Duell mit dem DSC geht es für die Tölzer anschließend auswärts nach Niederbayern, wo die Black Hawks in der Passauer Eisarena auf den Tabellenführer warten.

Leicht wird es für den DSC auch am Sonntag nicht. Um 18:45 Uhr gastieren die Selber Wölfe in der Hitzkopf-Arena. Die Porzellanstädter sind Anfang Oktober allerdings bereits von einer erheblichen Verletzungsmisere gebeutelt. Dominik Müller, Daniel Weiss, Simon Boyko und Niko Lahtinen stehen Coach Josef Huber aktuell nicht zur Verfügung. Für den jungen Trainer bedeutet das zugleich die Chance für andere Akteure, sich in den Vordergrund zu spielen. Einer, der diese Gelegenheit bislang eindrucksvoll nutzt, ist Philip Rubin. Der junge Stürmer kommt nach sechs Partien bereits auf starke sieben Treffer und empfiehlt sich damit zunehmend als wichtiger Faktor in der Selber Offensive. Um die Ausfälle von Boyko und Lahtinen zumindest teilweise aufzufangen, haben die Wölfe zudem im Import-Sektor nachgelegt und mit Jake Coughler einen DEL2-erfahrenen Angreifer nachverpflichtet. Während die Special Teams der Selber noch etwas kränkeln, darf man sich über die Effizienz im Abschluss durchaus freuen. 14,2 Prozent ihrer Schüsse verwandeln die Wölfe aktuell in Treffer – angesichts der zahlreichen offensiven Ausfälle ein durchaus beachtlicher Wert.

Auch beim DSC hat sich unter der Woche personell etwas getan. Mit Luca Zitterbart wurde ein Rückkehrer für die Defensive präsentiert. Der 28-Jährige ist bereits ins Mannschaftstraining eingestiegen und dürfte damit schon am kommenden Wochenende eine Option für Coach Casey Fratkin darstellen. Gerade angesichts der anstehenden Aufgaben dürfte zusätzliche Stabilität in der Defensive dem Südmeister der vergangenen Saison durchaus gelegen kommen. So warten auf den DSC aus unterschiedlichsten Gründen zwei harte Brocken. Doch wer den Anschluss an die Spitze nicht verlieren und gleichzeitig das zuletzt etwas angekratzte Selbstvertrauen wieder aufpolieren möchte, findet kaum einen besseren Ansatz als Punkte gegen die Tölzer Löwen und die Selber Wölfe. Zwei anspruchsvolle Prüfungen – aber auch zwei Chancen, wieder ein deutliches Zeichen zu setzen.

Das Heimspiel des DSC wird präsentiert von der Praxis am Campus.

SpradeTV überträgt beide Partien live.