Alles wieder auf Anfang: DSC und Duisburg kämpfen ums Halbfinale

Mit einem echten Kracher starten die Oberliga-Playoffs in die nächste Runde: Am Freitag, den 20.03.2026, um 20 Uhr fällt in der Hitzkopf-Arena das Auftaktbully zur Viertelfinal-Serie zwischen dem Deggendorfer SC und den Füchsen Duisburg. Die Serie wird im Modus „Best-of-Seven“ ausgetragen, umfasst also mindestens vier Spiele, wodurch beiden Teams jeweils mindestens zwei Heimspiele garantiert sind. Spätestens nach sieben Begegnungen steht fest, wer den Einzug ins Halbfinale feiern darf.
Der DSC geht mit breiter Brust in das Duell, nachdem man sich im Achtelfinale souverän mit einem 3:0-Sweep gegen Herford durchsetzen konnte. Die Füchse aus Duisburg hingegen benötigten ein Spiel mehr und entschieden ihre Serie gegen Lindau mit 3:1 für sich. Bereits in der Hauptrunde wussten die Nordrhein-Westfalen zu überzeugen und sicherten sich einen starken vierten Tabellenplatz. Auch zum Ende der Zwischenrunde setzte das Team Ausrufezeichen, als man sowohl den direkten Konkurrenten aus Halle als auch die Tilburg Trappers bezwingen konnte. Allerdings verlief die Saison für Duisburg nicht ohne Rückschläge: Mehrere schwerwiegende und langwierige Verletzungen zwangen das Team immer wieder zu Umstellungen. Für Michael Fomin und Klavs Planics ist die Spielzeit bereits beendet, während Martin Schymainski drei der vier Spiele gegen Lindau verpasste. Auch der lettische Importspieler Egilns Kalns steht seit Ende Dezember nicht mehr zur Verfügung.
Die Verantwortlichen reagierten und verstärkten den Kader mit den beiden Kanadiern Philippe Sanche sowie dem ehemaligen Deggendorfer Carter Popoff. Letzterer hatte seine Karriere eigentlich schon beendet, entwickelte sich nach kurzer Eingewöhnungszeit jedoch zu einem wichtigen Faktor in der Füchse-Offensive. Neben ihm rücken auch die deutschen Angreifer Adam Kiedewicz und Luis Üffing in den Fokus: Kiedewicz glänzte gleich im ersten Spiel gegen Lindau mit einem Hattrick, während Üffing – im Laufe der Saison von den Nürnberg Ice Tigers gekommen – aktuell starke zwei Punkte pro Playoff-Spiel verbucht. Konsequenterweise wurde sein Vertrag für die kommende Saison bereits verlängert.
Ein bekanntes Gesicht auf der Duisburger Bank ist zudem Trainer Frank Petrozza, der eine Vergangenheit in Niederbayern hat: In der Saison 1996/97 lief er selbst für den damaligen Deggendorfer EC auf. Auch für seinen heutigen Club war er als Spieler aktiv und bringt somit reichlich Erfahrung aus beiden Lagern mit. Zudem kennt er aus seiner Zeit bei den Heilbronner Falken Teile des aktuellen DSC-Kaders – ob dies ein möglicher Vorteil ist, wird sich zeigen. Auf der Torhüterposition treffen zwei Ausgezeichnete aufeinander: Während in Deggendorf Timo Pielmeier zum vierten Mal im Folge als Torhüter der Saison im Süden geehrt wurde, erhielt im Norden Duisburgs Förderlizenz-Torhüter Leon Willerscheid diese Auszeichnung. Der 20-jährige stand zuletzt allerdings nicht zur Verfügung, da er von seinem Stammverein, den Adlern Mannheim, zurück in die PennyDEL beordert wurde. Ob Willerscheid im Viertelfinale ins Füchse-Tor zurückkehrt oder Vertreter Marko Brlic zwischen den Pfosten steht, bleibt offen.
Auch abseits des Eises ist alles für ein spannendes Viertelfinale angerichtet: Für Spiel eins wurden bereits rund 2.000 Tickets verkauft, Tendenz steigend. Um Wartezeiten zu verkürzen, empfiehlt der DSC auch im Viertelfinale, das Online-Ticketing zu nutzen. Wie gewohnt wird den Fans die Wartezeit vor der Hitzkopf-Arena mit einer mobilen Ausschankbar versüßt, die zwei Stunden vor Spielbeginn öffnet. Erster im Süden gegen Vierten im Norden – auf dem Papier bereits ein Spitzenspiel, dass eine spitzenmäßige Kulisse mehr als verdient hat!
Das Spiel wird präsentiert von der Praxis am Campus.
SpradeTV überträgt die Viertelfinal-Begegnung live in FullHD.