DSC in Vergleichen mit Top-Sechs-Teams gefordert

Für den Deggendorfer SC steht am kommenden Wochenende in der Oberliga Süd ein anspruchsvolles Doppelprogramm an. Den Auftakt bildet am Freitag, den 09.01., das zweite Heimspiel in dieser Woche. Um 20 Uhr gastieren die Lindau Islanders in der Hitzkopf-Arena. Die Gäste vom Bodensee rangieren aktuell auf Platz sechs der Tabelle, haben jedoch bereits einen deutlichen Rückstand von 20 Punkten auf die fünftplatzierten Heilbronner Falken. Der Saisonverlauf der Mannschaft von Trainer John Sicinski – pardon, der Baindl-Truppe – gestaltet sich bislang etwas wankelmütig, mehr als drei Siege in Folge gelangen den Islanders bisher nie. Zuletzt standen überraschende Niederlagen gegen Stuttgart oder Füssen zu Buche, allerdings konnten die Lindauer auch Achtungserfolge wie Siege gegen Selb feiern. Gerade offensiv präsentierten sich die Islanders im Januar treffsicher: In den letzten drei Partien erzielten sie jeweils mindestens vier Tore. Verbesserungspotenzial gibt es hingegen im Powerplay, das aktuell bei 15 Prozent liegt und damit lediglich Rang zwölf (vorletzter Platz) der Ligawertung bedeutet. Im Tor setzen die Gäste auf ein Jobsharing-Modell. Filimonow absolvierte bislang rund zwei Drittel der Spiele (25 Einsätze), weist mit 88,8 Prozent jedoch die schwächere Fangquote auf. Keanu Salmik kommt dagegen auf solide 90,4 Prozent. Bewegung gab es zuletzt auch im Import-Bereich: Der Vertrag mit dem verletzten Kazuki Lawlor wurde aufgelöst, mit Noah Kane stieß ein neuer ausländischer Stürmer aus der ECHL zum Team. Nach dem Auftritt in Deggendorf wartet am Sonntag mit dem Heimspiel gegen den SC Riessersee bereits die nächste Aufgabe auf die Islanders.

Für den DSC geht es nach dem Heimspiel am Sonntag um 18:30 Uhr auswärts weiter. In der Netzsch-Arena wartet dann das Duell bei den Selber Wölfen. Seit dem zweiten Weihnachtsfeiertag gab es für die Mannschaft von Trainer Felix Schütz keine punktlose Partie mehr, alle Spiele wurden gewonnen – einzig die Overtime-Niederlage in Lindau stellt die Ausnahme dar. Selb präsentierte unter der Woche mit Tom Pauker einen Neuzugang aus Leipzig, für den Stürmer bedeutet der Wechsel eine Rückkehr in die Heimat. Am vergangenen Wochenende gab der 31-jährige gegen Lindau und Bayreuth bereits sein Debüt für die Wölfe, verzichten musste Felix Schütz zuletzt auch auf Fabjon Kuqi und Erik Nemeic krankheitsbedingt. Bei aktuell 421 Strafminuten was 12 Strafminuten pro Spiel bedeutet, finden sich die Porzellanstädter im hinteren Tabellendrittel. Wenn Selb jedoch mit mindestens einem Mann weniger auf dem Eis auftritt, werden 81 % dieser Situationen ohne Gegentreffer überstanden. Ob das Penaltykilling der Selber auch dem DSC-Powerplay gewachsen ist, bleibt abzuwarten. Auch für die Wölfe steht ein niederbayerisches Wochenende an, denn vor dem Heimspiel gegen Deggendorf reisen Lahtinen, Schutz & Co. zunächst nach Passau.

Der Deggendorfer SC ist nach der dritten Heimpleite der laufenden Saison klar auf Wiedergutmachung aus, zumal der Vorsprung auf den Zweitplatzierten Memmingen zuletzt auf drei Zähler geschmolzen ist. Nach der Niederlage gegen Stuttgart resümierte DSC-Coach Casey Fratkin deutlich: „Stuttgart hat es uns im ‚Transition-Game‘ und auch beim Eintritt in deren Zone sehr schwer gemacht. Unser Defensiv-Spiel war leider auch nicht gut und wir haben zu viele Großchancen zugelassen.“ Entsprechend fokussiert geht der Tabellenführer in die beiden bevorstehenden Aufgaben. Auch wenn die Niederbayern am Sonntag auf heimischem Eis das Nachsehen hatten, steht man mit Blick auf die Heimtabelle dieser Saison weiterhin auf dem ersten Rang und ist somit das aktuell beste Heimteam der Liga. Grund genug also für den DSC, die Scharte vom Freitag wieder auszumerzen.

Das Heimspiel wird präsentiert von der Zahnarzt Praxis Dr. Pongratz.

SpradeTV überträgt die Partien wie gewohnt live.